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Zukunftsfähige Orte in Potsdam

In der Themenreihe "Zukunftsfähige Orte in Potsdam" war die LER Lerngruppe aus der 8c zu Gast bei den Verkehrsbetrieben der Stadt. Unsere Gastgeberin erklärte uns, wenn es keine "Öffis" in Potsdam gäbe, müssten sich täglich ca. 70.000 Menschen ein anderes Fortbewegungsmittel suchen, die Feinstaubbelastung an den Ausfallstraßen läge noch höher. Schwindelfreiheit war Voraussetzung, um mithilfe einer Hebebühne einen Überblick über jene rund 2000 Solar-Panelen auf dem Dach des Betriebshofes zu bekommen, die pro Jahr rund 200 t co2 einsparen. Herr Gerstenberg von den Stadtwerken stellte sich den Fragen der Schülerinnen, die sich auch nach der zu installierenden Anlage auf der eigenen Schule erkundigten: diese wird 200 Panelen umfassen und noch vor Sommeranfang erneuerbaren Strom produzieren (mit 20 t co2 Ersparnis pro Jahr). Selbst bei bedecktem Himmel leistete die Anlage an diesem Tag ganze Arbeit, eine der davon profitierenden Trams (insgesamt sind es 53) nahm die SchülerInnen direkt aus dem Depot mit in Richtung Innenstadt. Die Schülerinnen waren sich einig: Solarpanelen könnten jedem Dach in Potsdam gut stehen.

Kunstprojekt der 8d

3. bis 6. März

Drei Tage lang waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d auserwählt,  in den Genuss zu kommen, sich ganz der Kunst und der Kreativität widmen zu dürfen. Unter der engagierten Leitung der beiden Künstlerinnen Dorothea Neumann und Inken Gusner wurde der Entstehungsprozess eines Bildes nachempfunden und ein eigenes Kunstwerk erschaffen.

Es galt, die Rahmen selbst zu sägen und zu bauen, die Leinwände eigenhändig zu spannen, die Grundierung erst streichend dann tupfend aufzutragen, Ideen zu entwickeln, zu hinterfragen und manchmal auch zu verwerfen – bis die Leinwänden mit Pinsel und Farbe zum Leben erweckt wurden. So sind faszinierende Kunstwerke entstanden, die geometrische sowie organische Formen, spannende Strukturen und variantenreiche Muster aufweisen und zudem miteinander in Beziehung stehen – es fand eine Begegnung statt, manchmal offensiv, manchmal versteckt und zaghaft - genauso wie zwischen den Schülerinnen und Schülern, den Künstlerinnen, den betreuenden Lehrerinnen und der Kunst.

Und mit Stolz können wir sagen: Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen! Und so bleibt frei nach Karl Valentin die Erkenntnis: Kunst macht zwar Arbeit, ist aber (sehr) schön! 
pau

Zur Pause auf den neuen Schulhof

Pünktlich zum Frühlingsbeginn ist unser Schulhofgelände, der Nordhof, fertiggestellt und übergeben worden. Bis die Frühlingssonne die neugepflanzen Bäume sprießen lässt überwiegt noch die Farbe Pflastergrau, aber viele gelbe Sitzelemente laden zum Verweilen ein, ebenso wie Tischtennisplatten und Basketballkorb zum sportlichen Spiel im Mittagsband. Auch an ausreichend Fahrradständer wurde gedacht.
smo

Unser Mediatrike ist fertig

Trike

Das Mediatrike, unser dreirädriges Multimedia-Lastenrad, ist nach mehreren Monaten zweiwöchentlichen Schraubens fertig geworden! Es hat seine Testfahrt zum Freiland-Gelände und dem Freien Radio Potsdam mit Leichtigkeit und bei schönstem Frühlings-Sonnenschein bestanden. Vor Ort, im Freiland, wurde das Radio-Studio schon einmal für die nächste Jugendreporter-Sendung getestet (www.frrapo.de/player). Neben solch Radioübungen steht in den kommenden Wochen der Entwurf eines Logos, die Montierung der sensiblen Medientechnik auf der Ladefläche und weitere kreative Ideen (ein Anhänger mit Litfaßsäule darauf?) auf dem Programm der Werkstatt. Das Mediatrike ist ein gemeinsames Projekt zwischen Projekthaus Babelsberg, freiLand Potsdam und der Leonardo da Vinci Gesamtschule und wird über das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ in Kooperation mit dem Bundesverband „Soziokultureller Zentren“ gefördert. Bereits erschienene Zeitungsartikel zum Projekt: Artikel aus der PNN vom 22.10.2013 und Artikel aus der MAZ vom 13.09.2013 .

Moscheebesuch im Rahmen von LER

Moschee

Religionskunde als Teil des LER-Unterrichts begibt sich auf die Spuren verschiedener Religionen hier in Potsdam. Neben Orten der jüdischen, christlichen, buddhistischen und Bahai-Tradition besuchten Schüler zuletzt den "Verein der Muslime in Potsdam e.V." in seiner provisorischen "Moschee Al Farouk" am Kanal 61. Von außen sehr unscheinbar im Erdgeschoss eines Plattenbaus untergebracht ändert sich der Eindruck im Inneren jedoch schnell: die mit prächtigen Teppichen auslegten zwei Gebetsräume sind mit schrägen Markierungslinien nach Mekka ausgerichtet, in den Wandregalen lagern zahlreiche Exemplare des Korans, es gibt einen Ablageplatz für Schuhe, kunstvolle Kopftücher zum Ausleihen für Besucherinnen und ein Bad für das Waschen vor dem Beten. Wir wurden herzlich empfangen (und sogar bewirtet!). Nachdem die Lerngruppe drei Wochen zuvor die muslimischen Grabstätten auf dem Neuen Friedhof untersucht hatte, standen nun entsprechend Fragen zu Jenseitsvorstellungen und Begräbnistraditionen im Islam im Vordergrund des Gesprächs. Auch das äußerlich als Moschee daherkommende Wasserwerk an der Breiten Straße war Thema: einige der Gemeindemitglieder würden ihre Gebete dort auf der angrenzenden Wiese verrichten, gerne würden sie das Gebäude ohne Wasserpumpe als Gebetshaus nutzen. Die Schülerinnen erfuhren zudem, dass Potsdam der erste Ort Deutschlands mit offiziell unterstützter muslimischer Gemeinde war: 1739 ließ Friedrich Wilhelm I. einen Gebetsraum im Militärischen Waisenhaus in der Lindenstraße einrichten, wo seine Soldaten muslimischen Glaubens ihre Gebete verrichten konnten.

Stolpersteine und die Jüdische Gemeinde in Potsdam

Stolpersteine

Letzten November jährte sich die Reichspogromnacht zum 75. Mal. Die zahlreichen Stolpersteine Potsdams - jene in den Bürgersteig eingelassenen Gedenksteine, die an die letzten Wohnorte umgebrachter jüdischer Mitbürgerinnen erinnern -   wurden aus diesem Anlass geputzt und mit Blumen versehen. Im Rahmen des alljährlichen Projekts "Anne Frank - Aus einer dunklen Zeit" sind Schülerinnen des achten Jahrgangs nun einer Stolperstein-Route gefolgt, die sie vom Nachbargebäude der Hauptpost am Platz der Einheit - Standort der letzten Synagoge Potsdams und Adresse des letzten Kantors der damaligen jüdischen Gemeinde, Herrn Samuel Guttmann -  durch die Potdamer Innenstadt zur Jägerallee führte. Gut informiert und einfühlsam wurde die Exkursion angeleitet von Vanessa Brüchert aus der Sek.II der Voltaireschule, die zusammen mit anderen Voltaire-Schülerinnen schon intensiv zu einzelnen jüdischen Biographien geforscht und so für Verlegung mehrerer Stolpersteine gesorgt hat. Neben der historischen Recherche braucht es pro Stolperstein eine Spende von 100 EUR.

In der folgenden Woche waren Achtklässler zu Besuch im Anne-Frank-Zentrum Berlin und in der Jüdischen Gemeinde Potsdam in der Werner-Seelenbinder-Straße (neben bzw. in der Alten Feuerwache). Boris aus dem Jugendklub der Jüdischen Gemeinde lud die Gruppe in den Gebetsraum und den Jugendklubraum ein (Foto: Schüler mit Kippa im Gebetsraum), wo er ihre Fragen zum Judentum mit lebendigen Anekdoten beantwortete und auch aus seinem Leben in der Gemeinde erzählte. Die Woche zuvor wurde z.B. Purim gefeiert, ein fröhliches Verkleidungsfest des jüdischen Kalenders, zufälligerweise in fast derselben Zeit wie der christliche Karneval/Fasching, wie er anmerkte. Für die bevorstehende Grundsteinlegung der Neuen Synagoge, gegenüber vom Landtagschloss, sind wir wieder in der Jüdischen Gemeinde einladen.